Dr. Jörg Schilling
17.9.2004
Vertreter der IG für Nachtflugverbot am Flughafen
Leipzig – Halle waren zur Anhörung im Bundesumweltministerium in Bonn
Zwei Vertreter der
Interessengemeinschaft für Nachtflugverbot am Lufthafen Leipzig – Halle waren
auf persönlicher Einladung von Herrn Bundesminister Jürgen Trittin zur Anhörung
Entwurf neues Luftlärmgesetz im Umweltbundesamt in Bonn. Dort haben diese ihren
Standpunkt und besonders die Forderung nach einen Nachtflugverbot aus der Sicht
zukünftig Betroffener vorgetragen. Die Teilnehmer der Anhörung haben mit
Interesse wahrgenommen, daß sich die Nachtfluggegner im Raum Leipzig/Halle
organisieren.
Für unsere IG war diese
Anhörung sehr wertvoll, da vorhandene Verbindungen vertieft und weiter geknüpft
werden konnten. Daraus werden sich für weitere Aktionen wertvolle Impulse
ergeben.
Reporter-Team aus Belgien bei der IG für Nachtflugverbot
am Flughafen Leipzig – Halle
Am 16.9.2004 erreicht uns der
Anruf eines Reporter-Teams vom Belgischen Fernsehen. Dieses wollte eine
Reportage über die Städte machen, die sich um die Ansiedlung der DHL bemühen.
Bei den Interviews in der Leipziger Innenstadt wurde dieses auf
Bürgerinitiativen hingewiesen, die dieses Vorhaben kritisch betrachten. Nach
einem Anruf bei uns wurden Vertreter unserer Interessengemeinschaft über ihre
Ziele und Aktivitäten gegen den Ausbau des Flughafens Leipzig – Halle zu einen
Frachtflugzentrum befragt. Das Interview dauerte über eine Stunde. Das
Reporter-Team war erstaunt über die große Anzahl der Mitstreiter in der IG und
über deren Verbreitung von Pönitz bis zum östlichen Flugplatzrand. Wir trugen
unsere Argumente auf der Basis unseres Argumentationspapieres vor und verwiesen
besonders eindringlich auf die Gesundheitsschäden, die durch den geplanten gigantischen
Nachtflug entstehen werden.
Es wurde von uns auf die
völlig unzureichende Gesetzgebung in der BRD zum Schutz gegen Fluglärm
dargelegt. Bekanntlich wird schon seit mindestens 10 Jahren versucht, das von
1971 stammende Luftlärmgesetz zu novellieren. Selbst die Novelle bietet keinen ausreichenden Schutz gegen Fluglärm.
Es wird sogar von einem „Flugplatzschutz-Gesetz“ gesprochen. Aus diesem Grunde
ist es ungeheuerlich, wenn Verantwortliche skandieren: „....dass
alle Gesetze gegen Fluglärm eingehalten werden.“ Aus der Presse mußten wir auch noch
entnehmen, daß die DHL Nachtflug unter uneingeschränkten Bedingungen fordert.
Aus diesem Grunde forderten wir im Interview für das Belgische Fernsehen ein
Nachtflugverbot am Flughafen Leipzig –
Halle.
