+++ LESERBRIEFE +++






Hier finden Sie eine kurze, aber sehr faktenreiche Stellungnahme zu einem Interview der MZ mit Markus Kopp, Chef der Flughafen-Holding, vom 15.08.2010:
Die Wahrheiten des Herrn Kopp (.pdf, 44kB)

Das Interview finden Sie auf der
Homepage der Mitteldeutschen Zeitung
unter dem folgenden Link:
http://archiv.mz-web.de/pasmz/articleShow.do?id=HC-08-16-2010-082000806E8D



per Mail am 15.Januar 2009 schrieb Herr Hans-Udo Weiland an Frau Siebert (FDP):

In der LVZ vom 5.1.2010 beantwortet die Stadträtin Isabel Siebert (FDP) die Frage "Welches Projekt in Leipzig halten Sie für das dringlichste?" wie folgt:

"Wir müssen runter von der hohen Arbeitslosigkeit! Und das schaffen nur neue Unternehmen in der Stadt.
Aber damit die kommen und bleiben wollen, muss endlich Schluss sein mit Umweltzone, Ladenschluss und Anti-Flughafen-Demos.
Da muss die öffentliche Meinung sich mal wieder weiterentwickeln. Ich will ein lautes Ja zur unternehmerfreundlichen Großstadt,
mit allem Drum und Dran."

 Liebe Frau Siebert,

sie haben völlig Recht, wir müssen runter von der hohen Arbeitslosigkeit.
Und dankenswerter Weise liefern Sie die Ideen, wie das zu erreichen ist, gleich mit.
Das ist aus meiner Sicht eine enorme Leistung für einen Politiker, der erfahrungsgemäß
überwiegend nur in einfachen wenn-dann-Beziehungen denken und handeln kann.
Sie jedoch denken weiter und vor allem komplexer, in globalen Zusammenhängen gewissermaßen
und fordern in Ihren Denkstrukturen durchaus folgerichtig, es muss endlich Schluss sein mit der Umweltzone.
Eine hervorragende Idee, die Alten und Kranken werden kurzfristig am Feinstaub verrecken
und belasten nicht länger die Sozial- und Gesundheitssysteme.
Die Zahl der Leichen in den Ballungsgebieten steigt, was zu starken konjunkturellen
Impulsen im Bestattungs- und Sargtischlergewerbe, im Blumenhandel und Trauerdrucksachenbereich
sowie im Pressewesen durch erhöhtes Traueranzeigenaufkommen führt.
Im Bereich der Friedhofsverwaltungen müssen zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden,
und der Immobilienmarkt erfährt einen Aufschwung durch die erhöhte Nachfrage nach geeigneten Friedhofsflächen.
Die Abschaffung der Umweltzone ist also in Wirklichkeit ein umfassendes Konjunkturprogramm.
Wer das nicht einsieht, dürfte der Intelligenz zuzuordnen sein, was ihn allerdings unfähig macht von Leuten
wie Ihnen und der FDP regiert zu werden. Aber da ist ja noch der Ladenschluss,
den Sie mit bewundernswertem Weitblick als Jobkiller und damit Verantwortlichen für die Arbeitslosigkeit
erkannt haben. Natürlich müssen die Geschäfte rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr geöffnet haben,
damit jeder, der wann auch immer ein dringendes Bedürfnis verspürt, seiner Laune nachkommen kann.
Dass aufgrund er Schichtarbeit Familien zerbrechen oder gar nicht mehr gegründet werden,
Kinder nicht mehr geboren werden hat natürlich positive konjunkturelle Folgen.
Kinder, die gar nicht erst geboren werden, können auch nicht krank werden und die Mütter oder Väter
von der für die Wirtschaft so wichtigen Arbeitsleistung abhalten.
Solche, die zwar noch versehentlich gezeugt wurden aber unerwünscht sind, werden in verstärkten Umfang
abgetrieben, was widerum Arbeitsplätze im Gesundheitswesen und in der Pharmaindustrie absichert.
Ehen, die zerbrechen, bringen dringend benötigte Arbeit für Rechtsanwälte und Scheidungsrichter.
Die so entstehenden Singles haben einen stark wachsenden Bedarf nach geeignetem Wohnraum,
was der Immobilienbranche und dem Baugewerbe, den Möbelfirmen und Umzugsunternehmen
sowie dem Handel mit brauner und weißer Ware und sonstigem Hausrat zugute kommt.
Wer dagegen der Meinung ist, dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann,
dass Öffnungszeiten bis 20 Uhr völlig ausreichend sind, dass die Familien und damit die im
Handel Beschäftigten vom Staat geschützt werden müssen, dass nur eine kinderfreundliche Gesellschaft
eine Gesellschaft mit Zukunft ist, der gehört sicherlich ebenfalls zur Intelligenz
und stellt für die Spaßpartei FDP ein profithemmendes Hindernis auf dem Weg zur totalen Konsumgesellschaft dar.

Am schlimmsten sind aber natürlich die Anti-Flughafen-Demonstranten.
Anstatt zu arbeiten vergraulen die auch noch mit ihren ewigen Protesten ansiedlungswillige Unternehmen
und sie verhindern, vermutlich vorsätzlich, dass die nicht ganz so starken Mitglieder unserer Gesellschaft
durch Lärm und Luftverschmutzung Leistungsstörungen bekommen, krank und arbeitsunfähig werden
und rechtzeitig vor Erreichen des Rentenalters das Zeitliche segnen. Wer dem entgehen will,
vor allem wenn er jung genug ist, wandert ab, nach Westdeutschland, nach Österreich und in die Schweiz.
Sie haben völlig Recht mit Ihrer impliziten Forderung, dass nur die Stärksten ein Recht haben sollen zu überleben,
da diese ja die Leistungsträger und Profitgaranten für ein menschenverachtendes Wirtschaftssystem sind.
Dummerweise haben Sie auch hier die Intelligenz gegen sich, was Sie aber offenkundig wenig stört,
da Sie sich ja nicht zu dieser Gruppe zugehörig zu fühlen scheinen.
Wie sonst sind die von Ihnen öffentlich geäußerten Ansichten zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit zu erklären.

Abschließend darf ich mich bei Ihnen, liebe Frau Siebert, herzlich dafür bedanken,
dass Sie völlig unverblümt gezeigt haben, für welche Ideale und Ziele Sie und die FDP stehen.
Noch deutlicher konnten Sie den Menschen in der Region nicht klarmachen,
welchen entscheidenden Fehler sie bei den letzten Wahlen gemacht haben.
Aber eins tröstet: Wahlergebnisse können korrigiert werden, Dummheit allerdings bleibt.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Udo Weiland
BUND Sachsen e.V.


Antwort auf eine E-Mail von Herrn Leuze,
Fraktionsvorsitzender , Fraktion Bündnis 90/Die Grünen der Stadt Leipzig
(hier kann diese E-Mail nachgelesen werden:)

Sehr geehrter Herr Leuze,

die auch unserer Bürgerinitiative zur Kenntnis gelangte Stellungnahme zum Abstimmungsverhalten
der Fraktion Bündnis90/Grüne bietet mir Anlaß, der Fraktion und Ihnen mitzuteilen,
wie traurig uns die Zustimmung Ihrer Fraktion zur Kapitalerhöhung gemacht hat.

Bitte nehmen Sie unser tiefes Unverständnis für das Verhalten der Stadtratsfraktion
zur Kenntnis, das durch Ihre Stellungnahme noch zementiert wird, weil wir in ihr keine mittragbare Logik erkennen können.
Der Schutz der Reputation der Person des OBM (und des gesamten Stadtrates)
wird uns keinen Millimeter voranbringen. Mit Ihrer Ja-Stimme hat ihre Fraktion
die Sinnhaftigkeit dieser unverantwortlichen Verwendung von 2,6 Millionen Euro gestützt,
unterstrichen und legitimiert. Das ist nun mal das Wesen einer Ja-Stimme.
Ein diplomatisches Zugehen auf die Mitteldeutsche Flughafen AG mittels ihrer Ja-Stimme
halten wir nicht für verantwortliches Handeln- gleich gar nicht, wenn man bedenkt
woher dieses Geld kommt und für welchen Zweck es eingesetzt werden wird.
Der Verwendungszweck dieser Summe, die ja nur Teilsumme eines viel größeren Betrages ist,
wird wiederum für wesentlich größere Teile der Bevölkerung von Schaden sein im Vergleich zum Anteil
der Menschen, die davon vermutlich profitieren werden.
Die dringend notwendige kritische Auseinandersetzung der Bevölkerung mit dem Thema Kapitalerhöhung
hätte nur dann eine Chance gehabt stattzufinden, wenn die Beschlußvorlage abgelehnt worden wäre.
Diese Diskussion findet nun nicht statt, wie wir selbst aus zahlreichen Reaktionen
in unserer Stadt bereits erfahren mussten. Der Tenor der Bürgermeinung:
"Es ist ja beschlossen worden und wird demzufolge schon in Ordnung sein."

Wir haben zur Kenntnis genommen, dass die Kapitalerhöhung aus Steuermitteln für Bündnis90/Grüne in Ordnung ist.

Das alles ist wenig tröstlich und nicht hilfreich auf unserem Weg,
das Überfliegen von Wohngebieten und die zerstörerischen Umweltbelastungen überall dort abzuschaffen,
wo die Lebensqualität und die Gesundheit der dort lebenden Menschen tagtäglich beeinträchtigt wird.
Es genügt nicht, den kerosinverseuchten Apfel aus dem Garten der Papitzerin Frau Müller nur in die Hand zu nehmen.
Irgendwo muss man auch mal klar Flagge zeigen. Das hat Bündnis90/Grüne im Stadtrat getan.

Heute wird Aerologic seinen Nachtflugbetrieb aufnehmen und wird mit zunächst 8 großen Boeing 777
das nächtliche Lärmaufkommen, besonders in den Umlandgemeinden und flughafennahen Stadtteilen weiter erhöhen.
Die Betroffenen haben das Problem weiterhin am Hals, tagtäglich.

Freundliche Grüße,

Axel Schirmer
BI Markranstädt ohne Fluglärm

 
Markranstädt, 19.Juni 2009


Antwort die Veröffentlichung von Herrn Maciejewski,
im Stadtmagazin BLITZ! Ausgabe Nr. 5 vom 15.05.2009 für Leipzig
(hier kann der Artikel nachgelesen werden:)

Sehr geehrter Herr Maciejewski,

Mit Staunen verfolge ich hier im fernen Zürich die Debatte über den Fluglärm um Leipzig herum.
Wir haben hier einige Probleme mit dem Flughafen,
aber es wäre selbst in dem rechtsbürgerlichen Kanton Zürich ausgeschlossen,
dass Politiker eine Haltung einnehmen wie Sie und Ihre Fraktion.
Wenn ein Flughafen nur mit uneingeschränkter Nachtflugerlaubnis existieren kann,
dann gehört er geschlossen und die Politiker, die ihn geplant und bewilligt habe,
sollte man dort ansiedeln, damit sie darüber nachdenken können, wie es sich so lebt unter diesen Umständen.
Ihre und Ihrer Parteifreunde Antworten, wenn sie denn überhaupt kommen
(selbst habe ich mich wegen eines geplanten Neubaus in Taucha bei ihrer Landtagsfraktion erkundigen wollen
und keine Antwort erhalten) wären in der DDR sicher am Platz gewesen,
in einem demokratischen Staat bestimmt der Bürger selbst, was Recht und Gesetz ist,
nach Massgabe der Menschenrechte, der Verfassung und des Völkerrechts.
Es ist für die Leute völlig wurscht, wie oft pro Nacht sie geweckt werden, und es gibt nur eine Alternative,
und die heisst Ruhe, sodass man ein paar Stunden schlafen kann.
Sie überlassen den Protest gegen den Lärm der Linkspartei und den Grünen.
Damit erreichen Sie, ohne viel tun zu müssen, die Diffamierung der Fluglärmgegner,
denn zumindest die Linken sind ja ehemalige SED-ler. Es wäre die Pflicht eines jeden aufrechten Menschen,
Phrasen wie, "soweit als möglich" entweder nicht in den Mund zu nehmen oder aber sie mit wirklichem Inhalt zu füllen,
und das heisst, zu untersuchen, welche von diesen ganzen Nachtflügen wirklich nötig sind
und nicht nur ein gutes Geschäft für einen eigentlich nicht rentablen Flugplatz.

Mit freundlichem Gruss

Michael Kuehn


CH8127 Forch, 24.Mai 2009


Brief an den Ordnungsbürgermeister der Stadt Schkeuditz
anläßlich eines Artikels in der LVZ
Sehr geehrter Herr Wienicki,

kurz vor den Osterfeiertagen haben Sie in der Leipziger Volkszeitung den Bürgern von Schkeuditz gedroht.
Sie haben angekündigt, daß diejenigen Einwohner der Stadt mit
einer maximalen Geldstrafe von 5000 Euro bestraft werden,
die dem besonderen und ernsten Charakter des Karfreitags nicht entsprechen
und „Musik- und Vergnügungsveranstaltungen“ durchführen.
Angesichts von 30 und mehr Flugzeugen des Konzerns DHL
und möglicherweise des militärischen Transportdienstes „World“,
die konkret in den Nächten vor und nach dem Karfreitag mit zum Teil über 80 dezibel
die Einwohner von Schkeuditz geradezu terrorisiert haben, empfinde ich Ihre Bußgelddrohung als politisch instinktlos
und gegenüber den Bürgern von Schkeuditz als unverschämt und anmaßend.
Ich betrachte die von Ihnen als Ordnungsamtsleiter von Schkeuditz praktizierte Einseitigkeit
in dieser Frage als nicht hinnehmbar. Sie haben harmlose Freizeitvergnügungen von Schkeuditzer Bürgern
bereits im Vorfeld mit einer Drohung belegt, ohne daß es überhaupt zu einer Störung
des hohen kirchlichen Feiertages Karfreitag gekommen ist. Im Gegenzug werden u.a. vom Ordnungsamt
der Stadt Schkeuditz in allen Nächten extrem laute Starts und Landungen von Flugzeugen
des Konzerns DHL toleriert, die den Tatbestand des groben ruhestörenden Lärms erfüllen.

Mit (wenig) freundlichen Grüßen von Lutz Löscher

Lutz Löscher


Schkeuditz, 10.April 2009


Brief vom 29.03.09 an das Sächsisches Staatsministerium für
Wirtschaft und Arbeit Der Staatsminister
Ihr Schreiben vom 18.02.09, auf meine Beschwerde über Fluglärm vom 23.01.09
und Ihr Auftreten in Schkeuditz am 16.03.09.
zum Brief vom 29.03.09 an das Sächsisches Staatsministerium

Dieter Halbig

 
Leipzig, 29.März 2009


Leserbrief zum Artikel der LVZ vom 05.02.2009:
Schkeuditz Europa Nummer 1
Über diesen Artikel möchte ich nur sagen, dass wir uns schämen sollten
auf diese Bilanz stolz zu sein. In Shannon haben es Menschen geschafft
diese militärischen Flüge von ihrem Flughafen wegzubekommen und
wir hier in Leipzig rufen noch hurra. Jeder sollte sich vor Augen führen,
dass diese Transit-Passagiere Soldaten sind die in den Krieg geflogen werden.
Leipzig ist also das Drehkreuz für Kriege.

Inge-Maria Noack

 
Leipzig, 05.Februar 2009


Leserbrief zum Artikel der LVZ vom 20.01.2009:
Airport Leipzig/Halle steigert Fracht
Ich möchte darauf hinweisen, dass der Rückgang der Passierzahlen am Leipziger Flughafen
nicht durch das Nachtflugverbot seit März 2008 resultiert, sondern auf alle Fälle
andere Gründe hat.
Am Flughafen in Dresden gibt es bereits ein Nachtflugverbot von 0.00 bis 6.00 Uhr
und trotzdem ist laut Aussage, von wem auch immer, ob nun Flughafen oder Zeitung,
das Passagieraufkommen dort gestiegen (plus 0,3 Prozent).
Will man die Menschen hier in Leipzig für dumm verkaufen.
Es ist doch bekannt, dass der Flughafen Leipzig schon seit den 90iger Jahren
durch die Politik für Fracht und Militär vorgesehen ist.
Da haben doch Passagiere, also Urlauber usw. gar keinen Platz mehr.
Die sind doch dort gar nicht gewollt. Man sollte aber bei der Wahrheit bleiben
und nicht Fluglärmbetroffenen des Flughafens als die Auslöser angeben.
Es geht doch, wie man in Dresden sieht, auch mit Nachtflugverbot!
Hier am Flughafen Leipzig wird doch der Dreckplatz für Deutschland,
ohne Rücksicht auf Menschen, hier zählt nur der Profit!

Inge-Maria Noack


Leipzig, 21.Januar 2009


Kündigungsschreiben an die LVZ
Sehr geehrte Mitarbeiter der LVZ,

ich bin nicht länger gewillt, den „Journalismus“, so wie er derzeit in Ihrer Zeitung
gepflegt wird, mit meinem Abonnement zu goutieren bzw. zu honorieren. Ich habe bislang
die LVZ gekauft, um gerade in Hinblick auf lokale Informationen nicht auf die Bild-Zeitung
angewiesen zu sein. Nur wenn allerdings die LVZ meint, die Bild-Zeitung in einem anderen,
vermeintlich seriöseren Gewande abgeben zu müssen, ja dann geht mein Plan natürlich nicht auf,
heißt, ich muß die Konsequenz ziehen, heißt, ich muß mein Abo zum schnellst möglichen Termin kündigen.
Um deutlicher zu werden möchte ich Ihnen ein Beispiel für den Gefälligkeitsjournalismus geben,
der in Ihrer Zeitung mehr und mehr zum Zuge kommt: Ich verfolge seit einiger Zeit mit Bangen
Ihre Berichterstattung über die Entwicklung des Leipziger Flughafens und der damit zusammenhängenden
Probleme: Zahl der wirklich tarifgebundenen Arbeitsplätze, Militärtransporte, Flug- und Bodenlärm,
finanzielle Aufwendungen der öffentlichen Hand etc.
Und, was kann ich sagen, ich bin entsetzt über den diesbezüglichen Rapport in der von Ihnen
verantworteten Zeitung. Sie rechtfertigen alles, egal was, jeden offensichtlichen Verstoß
gegen den verfügenden Teil des entsprechenden Planfeststellungsbeschlusses,
jeden Militärtransport in völkerrechtlich nicht anerkannte Kriegsgebiete,
jede massive Beeinträchtigung der Anrainer, die sogar um so etwas Selbstverständliches
wie Nachtruhe kämpfen müssen, etc., mit Ihrer zum Markte getragenen Sorge um Arbeitsplätze.
Wenn es in Ihrer Zeitung nicht die Rubrik „Leserbriefe“ gebe, dann gebe es in Ihrer Zeitung
überhaupt keine kritischen Einwände gegen diese lobbyistischen und menschenverachtenden Machenschaften.
Ich möchte hier erst gar nicht den Begriff des „investigativen Journalismus“
in Anschlag bringen, das wäre ja dann doch zu viel verlangt, aber vielleicht so etwas
wie journalistische Unabhängigkeit in der Berichterstattung, die Sie sich doch so gerne
auf Ihre Fahnen schreiben, wäre vielleicht nicht zu viel verlangt.
Nein, ich übertreibe nicht in meinem Zorn, nein, denn eine der letzten Verlautbarungen
Ihres Chefredakteurs Herrn Hilder gibt mir nur recht, ich zitiere:
„Wegen der Krise wird es keine Kapazitätsausweitung der Frachtflüge von DHL über Leipzig geben.
Das mag manche Fluglärmgegner freuen. Es heißt aber auch, daß weniger Menschen
als erhofft am Flughafen Lohn und Brot finden.“ In dieser Sentenz ist der Charakter
der LVZ zusammen- bzw. auf den Punkt gebracht: Kumpanei zwischen LVZ und Flughafen/DHL,
Hohn und Verachtung gegenüber den Anrainern des Flughafens und darüber hinaus noch,
das geheuchelte Engagement um Arbeitsplätze. Ja, wenn es denn der LVZ tatsächlich
um Arbeitsplätze ginge, dann würde sie dringend benötigte Korrektoren einstellen,
um eine störungsfreie Lektüre ihrer Beiträge zu gewährleisten.
Am Rande erwähnt, ich bin nicht unmittelbar vom Flughafen betroffen,
nichtsdestoweniger kann ich die mißliche, ja katastrophale Situation der Betroffenen
gut nachvollziehen – und übrigens, auch der LVZ fiele kein Zacken aus der Krone,
wenn sie die betroffenen Bürger vor den gesetzeswidrigen Überschreitungen
des Flughafens und nicht den Flughafen bedingungslos vor den Bürgern schützen würde.
Aber gut, es ist, wie es ist – und überhaupt, der Ausfall meines Abos wird sowieso
durch die nächste Beilage „Logistik“ um zehntausender Längen wieder reingeholt.

Bruno Langen

Leipzig, 02.Februar 2009


zum Artikel ind der LVZ vom 5.2.2009 "Bürgerinitiative informiert über Fluglärm"
Liebe Frau Reinhardt,

ich möchte es nicht versäumen Ihnen mitzuteilen,
wie enttäuscht wir über Ihren Artikel vom 5.2.2009 sind.
Nicht, das wir von der BI Markranstädt etwas dagegen hätten,
wenn Sie von geringer lokaler Beteiligung und wenig persönlicher Betroffenheit
der Menschen schreiben. So sind die Tatsachen. Wir finden dennoch das Interesse
von 60 Menschen, die den Weg in die Grüne Eiche gefunden haben, als keineswegs gering.
Die Mehrheit der Anwesenden waren übrigens Markranstädter.
Ihre gegenteilige Aussage ist schlicht falsch.

Was uns aber richtig aufregt ist, dass Sie sich an dem unredlichen journalistischen Stil
beteiligen, den die LVZ sehr oft pflegt, wenn es um das Thema vom Fluglärm betroffener Menschen,
das Frachtdrehkreuz, den Flughafen Leipzig-Halle und dessen militärische Nutzung geht.
Subtil schreiben Sie über die Nichtbetroffenheit des Gastwirtes vom Fluglärm,
er distanziere sich. Ja, das kann man so schreiben, man muß es aber nicht,
es sei denn, man will bewusst Assoziationen der Leser steuern.
Sie haben mich zwar befragt, was unserer BI wichtig ist und wo unsere Schwerpunkte
in 2009 liegen, geschrieben haben Sie jedoch nur von unserer Mitarbeit im Netzwerk
der Bürgerinitiativen und davon, dass wir 2 private Meßstationen aufbauen wollen. Na immerhin.
Weggelassen haben Sie unser Engagement für die Solidarität mit den meist noch schlimmer
vom Nachtfluglärm betroffenen Menschen in unserer Region und ignoriert haben Sie,
dass wir gegen die militärische Nutzung unseres zivilen Personenflughafens Leipzig-Halle sind,
so lange damit völkerrechtswidrige Kriege unterstützt werden.
Darüber berichtete sogar das MDR Magazin FAKT am 2.2.2009 in der ARD.
Sie schreiben davon jedoch nichts. Das hätte die Leser Ihres Artikels ja vielleicht
zu kritischer Reflektion der Eregnisse am Flughafen veranlasst.
Ist die Redaktionsregie wirklich schon so schlimm, dass Sie nicht einmal die wichtigen Punkte,
die Ihnen genannt worden sind, vollständig wiedergeben können oder dürfen ?

Ihr Artikel steht damit in einer Reihe mit zahlreichen anderen unkritischen und einseitig
ausgelegten Werken Ihrer Zeitung. Das beweist die LVZ auch sofort per Artikel
"Schkeuditz in Europa Nummer 1" vom selben Tag. Die militärische Nutzung des Flughafen
auf diese verantwortungslose Art und Weise als Erfolg zu verkaufen, das ist an einseitiger,
unkritischer, unreflektierter und beschönigender Berichterstattung nicht mehr zu überbieten.
Kein Wort erfahren Ihre Leser, warum das Militär Shannon verlassen und Leipzig ausgewählt hat.
Der GI als Transitpassagier wird in der LVZ plötzlich normal.
Ein völlig normaler Vorgang, der keiner kritischen Hinterfragung bedarf.
Das nennen wir verantwortungslosen Journalismus.
Beide Artikel vom 5. Februar zeigen uns wie wichtig es ist, dass die Bürgerinitiativen,
die IG Nachtflugverbot Leipzig-Halle und der FLUG e.V. die Menschen
weiterhin und verstärkt über die Tatsachen und Hintergründe
das Frachtdrehkreuz Leipzig-Halle betreffend informieren.
Denken Sie doch bitte einmal darüber nach, ob Sie das nicht auch tun sollten.

Verbindliche Grüße,
Axel Schirmer

BI Markranstädt ohne Fluglärm

Markranstädt, 09.Februar 2009


Brief an Ministerpräsident Tillich
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Tillich,
mein Name ist Jörg Malz. Meine Frau und unsere drei kleinen Kinder (3,6,8)
wenden uns heute mit der Bitte um Hilfe an Sie.
Wir wohnen und leben am Rand von Leipzig, in Lützschena/Stahmeln in einem Einfamilienhaus.
Unser Pech ist, dass wir in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle wohnen
und noch dazu, genau neben der kurzen Südabkurvung.
Das bedeutet für uns, dass wir nachts oft - recht unsanft - aus dem Schlaf gerissen werden.
Dadurch schlafen wir und unsere Kinder sehr schlecht.
Daraus folgt, dass wir unausgeschlafen zur Schule, in den Kindergarten oder zur Arbeit gehen.
Außerdem hören wir hauptsächlich nachts ein ständiges Dröhnen,
welches sich in den Morgenstunden noch um ein vielfaches steigert.
Auch die Verschmutzung der Umwelt und unserer Atemluft,
durch den massiven CO2-Austoß der Flugzeuge, ist sicherlich extrem.
Zu allem Übel werden wir nun auch noch einer erhöten Terrorgefahr
durch den starken Umschlag an amerikanischen Millitär ausgesetzt,
was noch vom Flughafen und der Presse dementiert wird.
Auch am Wochenende kommen wir nicht zur Ruhe. Die Flugzeuge starten und landen
gnadenlos zu jeder Tages-und Nachtzeit.
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
wir machen uns Sorgen um die weitere Entwicklung unserer Kinder,
um deren und unserer Gesundheit. Wie soll es im Umland des Flughafens weitergehen,
da dieser ja seine volle Auslastung und Kapazität noch lange nicht erreicht hat.
Sind wir nur ein notwendiges Übel, dass wir in Leipzig
keinen Ansprechpartner für unsere Probleme finden.
Wird in Sachsen und Leipzig eine Politik der Nichtbeachtung, Einschüchterung,
Volksverdummung betrieben, die das Ziel hat, dass die Politiker den "Kopf in den Sand" stecken,
damit sie sich nicht mit den Problemen befassen müssen?
Hier in Leipzig gewinnt man immer mehr den Eindruck, das es so ist.
Es scheint, als ob sich die Leipziger Amtsstuben in einem Ruhezustand befinden.
Ein Amt schiebt die Anliegen der Bürger zum nächsten und keiner fühlt sich zuständig.
Der Beweis dafür scheint ja der Oberbürgermeister von Leipzig zu sein,
der sich scheinbar in einem Dornröschenschlaf befindet oder sich wirklich scheinbar
die Ohren zuhält, für die Probleme der Leipziger Bürger.
Unverständlich für uns ist, das Grundgesetze, wie das Recht auf Nachtruhe und
die freie und gesunde Entwicklung unserer Kinder, einfach mal per Gerichtsbeschluss
außer Kraft gesetzt werden, obwohl jedes Gutachten bestätigt, Fluglärm macht Krank.
Weiterhin steht geschrieben, dass bei Kindern, die im Umkreis von Flughäfen leben,
Konzentrations- und Lernschwierigkeiten festgestellt wurden.
Weiter geht es mit: Aber ist nicht nur der Lärm der Flugzeuge, der immens Schäden hervorruft:
Die zunehmenden Schadstoffbelastungen an Flughäfen durch Starts und Landungen
sowie durch den Zubringerverkehr überschreiten immer öfter die bestehenden, gesundheitsrelevanten Grenzwerte.
Für meine Familie heißt das, die Politiker spielen bewußt mit der Gesundheit
aller Anwohner die im Umkreis des Flughafens Leipzig/Halle wohnen.
Bewußt werden alle Risiken für die Bevölkerung in Kauf genommen.
So wie uns, geht es vielen anderen Familien - in der Schule unserer Tochter,
in der Kindergarteneinrichtung unserer kleinen und auch bei Arbeitskollegen auf unserer Arbeit.
Da sind Leute dabei, die schon nachts in Ihre Keller umziehen,
die Schlafmittel nehmen, weil sie gar nicht mehr zur Ruhe kommen.
Sie hoffen, dass wenigstens einmal in der Woche eine andere Startbahn benutzt wird,
damit Sie endlich mal zur Ruhe kommen können.
Aber selbst in solchen Nächten hört man schon automatisch hin und kommt nicht in den Schlaf,
weil der nächste Flieger nicht kommt.
Fluglärmbeschwerden beim Flughafen und damit bei einem Angestellten namens Axel Semrau,
helfen gar nichts und sind nur für die Statistik. Aufforderungen an diesen Herren mit der Bitte,
uns über weitere Lärmschutzmaßnahmen am Flughafen zu unterrichten, blieben völlig unbeantwortet.
Beschwerde-e-Mails an den Oberbürgermeister, das Ordnungsamt und an den Umweltschutz verschwanden
wahrscheinlich im Müllkontainer der betreffenten Ämter.
Oder wurden als lustiger Zeitvertrieb an die Pinnwand gespiekt.
Wir und viele andere Mitbürger nehmen dieses Problem aber sehr Ernst!
Wir fühlen uns gestört, verarscht, im Dunklen gelassen und für unsere Grundstücke
müssen wir sehr hohe Wertverluste hinnehmen.
Ich bin überzeugt, dass die Politiker bei den Wahlen die Quittung für diese Politik bekommen,
dass wir die Situation so nicht mehr lange hinnehmen und sich hoffentlich über kurz
oder lang wieder Aufrufe zur Montagsdemo gegen den Fluglärm sich im Internet befinden.
Denn auch das Schlagwort "Arbeitsplätze" wird sich, hoffentlich, nicht mehr lange halten.

Mit freundlichen Grüßen
Familie Malz

Rackwitz, 08.Februar 2009


Unerträglicher Nachtfluglärm am Fracht- und Militärflughafen Halle/Leipzig
Sehr geehrter Herr Pelzl,
sehr geehrter Herr Falgowski,
sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie gern einmal werktags nachts zwischen 3.30 und 5.30 Uhr
in unser Fluglärmstädtchen Rackwitz, oder besser gleich ins
Fluglärmdörfchen Hayna einladen (sofern der Wind nicht nach Westen
dreht!), damit Sie sich direkt vor Ort von diesem seit 5 Tagen
anhaltenden unerträglichen Nachtfluglärm bei Ostwind ein Bild machen
und darüber in der Zeitung berichten können. Ich werde nicht dabei
sein können, da ich ab 3.00 Uhr wieder den etwa 40-50 Überflügen über
unserem Wohngebiet lauschen werde. Sollte die Wetterlage in der
nächsten Woche anhalten, und nach den Wettervorhersagen sieht es ja
auch ganz danach aus, werden wir unsere Schlafstätte im Keller
aufschlagen. Mal sehen, ob es da möglich ist, wenigstens ein paar
Stunden zusammenhängend schlafen zu können. Wir werden wie Ratten die
letzte Ecke im Keller aufsuchen! Das ist mehr wie ein Skandal!
Sowohl in Hayna, als auch in Rackwitz und anderen vom Nachtfluglärm
betroffenen Gebieten wohnen Familien mit Kindern. Die Kinder müssen
früh aufstehen und in die Schule, um für ihre Zukunft zu lernen. Das
geht aber nicht, wenn sie ständig nachts aufgeweckt werden. Es ist
mehr als skrupellos, wenn der Nachttransport von Paketen und der
Transport von US-Soldaten in Kriegsgebiete bei den Verantwortlichen
einen höheren Stellenwert haben, als das im Grundgesetz verankerte
Recht auf Nachtruhe!
Leider habe ich diese Woche Spätdienst, so dass ich aus beruflichen
Gründen nicht vor 0.30 Uhr ins Bett kommen kann. Mein Dienstplan
richtet sich bedauerlicherweise nicht nach den Windverhältnissen am
Flughafen. Vor 1.00 Uhr bin ich meistens nicht eingeschlafen, dafür
werden wir aber ganz sicher zwischen 3.00 und 3.30 Uhr brutal aus dem
Schlaf gerissen. 5 Tage lang haben wir nur 2 - 3 Stunden Schlaf pro
Nacht gehabt, sie fühlen sich wie ausgekotzt. In der Nacht zum
heutigen Freitag ging der Terror am Himmel schon um 2.02! Uhr los.
Stundenlang haben wir dann im Anschluss an das Aufwachen dieses
Dröhnen und Donnern der Flugzeuge wahrgenommen. Der Lärm geht durch
alle Glieder. Da helfen nicht einmal Ohrstöpsel. Das ist es also, was
Herr Steinbach vom Regierungspräsidium Leipzig (jetzt Landesdirektion)
meint; mit Ausfluss der Sozialbindung, den die Anwohner im
öffentlichen Interesse hinzunehmen haben. Dabei steht aber auch im
Planfeststellungsbeschluss (PFB): "Erinnerbares Aufwachen infolge
Fluglärms muss nach dem lärmmedizinischen Gutachten ausgeschlossen
werden." Und weiter heißt es: "Ein erinnerbares Aufwachen muss in
jedem Fall ausgeschlossen sein." Der PFB ist nicht das Papier wert,
worauf er geschrieben ist.
Dieser seit Montag anhaltende unerträgliche Fluglärm, verursacht durch
im 1- bis 2-Minutentakt startende Fracht- und Militärflugzeuge ist
politisch-motivierter und teils auch durch einige Journalisten
unterstützter Fluglärmterror gegen die Anwohner. Auf keinem Flughafen
in Deutschland dürfen nachts uneingeschränkt solche lauten Flugzeuge
wie die MD 11, die DC 10, die AN 124 und die uralten Turboprops AN 12
und AN 26 starten und landen. Sie sind auf manchen Flughäfen aus
Lärmschutzgründen zum Teil schon ab 20.00 Uhr verboten. Wir sind hier
ein von Politikern und Lobbyisten unterstütztes und
grundgesetzwidriges Versuchsobjekt am Menschen. Man will scheinbar
sehen, wie weit die Menschen diesen Fluglärm ertragen können. Es ist
ein unerträglicher Zustand, den mit großer Sicherheit einige Tausend
Menschen mit ihrer Gesundheit oder gar mit dem Tod bezahlen werden.
Permanenter Schlafentzug ist anerkannte Folter, dieser Lärm ist ein
staatliches Verbrechen an seinen Bürgern.

In diesem Zusammenhang würde uns auch interessieren, wie erfolgreich
denn der DHL-Zug von und nach Frankfurt ist. Es stand schon lange
keine Erfolgsstory mehr dazu in der LVZ. Gibt es endlich einmal erste
Ergebnisse des Biomonitorings? Der Grünkohl sollte ja schon in der 48.
Woche geerntet worden sein, so lange dürfte die Auswertung ja nicht
dauern. Vielleicht gelingt es Ihnen vom informationsverweigernden,
dafür aber propagandastarken Flughafen Informationen zu bekommen.

Ich gebe Ihnen im Anhang die privaten Fluglärmmesswerte der Nächte von
Dienstag bis Donnerstag in Hayna und das Deutsche Ärzteblatt zu den
gesundheitlichen Auswirkungen durch Fluglärm zur Kenntnis. Bitte
beachten Sie, dass das Übernahmegebiet bei einem Dauerschallpegel
nachts leq_(3) bei 58,7 dB(A) liegt. Die ermittelten nächtlichen
Dauerschallpegel liegen um Einiges darüber. Aber wenn die Messwerte
dann vom Flughafen wieder gemittelt werden, dann ist ja alles wieder
in bester Ordnung!
Mit freundlichen Grüßen

Familie Pohl
 
Rackwitz, 30. Januar 2009


Brief an OBM Jung zum Thema: Flug/Bodenlärm am Flughafen Leipzig/Halle
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Jung,

mit steigender Begeisterung nehme ich zur Kenntnis, dass Sie sich doch massiv und aufopfernt
um die Belange Ihrer Mitbürger kümmern. Damit meine ich diejenigen von uns, die jede Nacht und auch am Tag mit den Auswirkungen
der Leipziger DHL - sowie Milltärumschlagplatzes - zu kämpfen haben.
Durch Überflüge über das Leipziger Stadtgebiet am Tag und auch in der Nacht,
sind wir Anwohner massiv dem immer stärker werdenden Bodenlärm mit An-/Abflügen,
dem Warmlaufen der Triebwerke oder dem Einsetzen des Gegenschubs, ausgesetzt.
Nicht zuvergessen ist auch der steigente CO2-Ausstoß,
der nicht nur bei direkten Überflüge über das Leipziger Stadtgebiet entsteht.
Auch ist recht unverständlich für den Bürger,
dass es in Deutschland/Sachsen möglich ist, Grundgesetze Außerkraft zu setzen.


Nicht nur wir Erwachsene leiden, wenn wir wieder nachts wach waren
und unausgeschlafen zur Arbeit gehen. Nein, auch unsere drei kleinen Kinder
haben oft am Tag zu kämpfen, da sie in der Nacht wach waren und ebenfalls unausgeschlafen
und schon unausgeglichen zur Schule oder in den Kindergarten müssen.
So wie wir sind aber viele Eltern aus unseren Einrichtungen betroffen
und die Stadt Leipzig nimmt diese negative Entwicklung unserer Kinder in Kauf ?
Und das, obwohl die Stadt Leipzig sich Kinderfreundlichkeit aufs Banner geschrieben hat !?

Bitte unternehmen Sie nun endlich etwas!

Schlagwort "Arbeitsplätze" sind doch wohl zum großen Teil Arbeitszeitfirmen, wo der Arbeitnehmer noch richtig ausgepresst wird und eher noch was mitzubringen hat. Und sind die Arbeitsplätze wirklich geschaffen worden, die versprochen oder zugesagt waren, wohl eher auch nicht ?

Bei aller Argumenation sind wir massiv in unserer Lebensqualität eingeschränkt und das, von Tag zu Tag mehr (Nacht zu Nacht).

Fluglärmbeschwerden beim Flughafen Leipzig/Halle (Herr Semrau) sind zwar recht lustig und für die Statistik auch von Bedeutung, aber bewirken tun sie herzlich wenig, obwohl Herr Semrau in der Funktion zur Durchführung der festgesetzten Schallschutzmaßnahmen beim Flughafen Leipzig/Halle angestellt ist. Oder gibt es am Ende keine weiteren Maßnahmen und wir, als notwendiges Übel betrachtet werden? So wird wahrscheinlich gehofft, dass wir uns mit den Gegebenheiten abfinden und diese hinnehmen, so wie sie sind?

Sie sind der Oberbürgermeister, wir erwarten Hilfe und Antworten von Ihnen, dafür sind Sie ja wohl da !!

Mit freundlichen Grüßen

Familie Malz
 
Leipzig, 27. Januar 2009


Aufruf zur Beantragung der Einheitswertsenkung Ihres Grundstückes
An alle vom Fluglärm betroffenen Eigenheimbesitzer :

Mit dem Bau der Südbahn und der Ausweitung des nächtlichen Fluglärms mußten wir alle eine Wertminderung
unserer Grundstücke und Eigenheime von bis zu 50% hinnehmen.
Dadurch wurde ein großer Teil unseres Privatvermögens und unserer darin enthaltenen Lebensleistung vernichtet.

Das können wir nicht ohne Gegenwehr hinnehmen.

Die weitere Zahlung der Grundsteuer in voller Höhe für entwertete Grundstücke ist nicht gerechtfertigt.
Alle Betroffenen Bürger im ausgewiesenen Nachtfluggebiet (zynisch auch als Nachtschutzgebiet bezeichnet )
haben einen Rechtsanspruch auf Senkung des Einheitswertes ihrer im Wert geminderten Grundstücke.

Wehren Sie sich !

Beantragen Sie die Senkung des Einheitswertes Ihres Grundstückes !
Hans-Dieter Bleimeister, Döllnitz

06258 Döllnitz, 25. November 2008


Zur Berichterstattung der LVZ von der Sitzung der Fluglärmkommission
(nicht veröffentlichter Leserbrief an die LVZ)

Sehr geehrter Herr Pelzl,
Erfreulich, dass die LVZ über die Sitzung der FLK berichtet hat.
Weniger erfreulich, die Qualität der Berichterstattung. Warum?
Meines Erachtens sind in den obigen Beiträgen zuviel Andeutungen, Widersprüche und Halbwahrheiten enthalten und kaum, auf Recherchen beruhende, Fakten.

*Beispiel 1.
*In Ihrem Beitrag am 11.11. kommentiert Herr Rechtnitz (DSF) die von Bürgerinitiativen recherchierte Alternativroute mit den Worten "Dies entbehrt jeden Bezug zur Realität"
Am 13.12. zitieren Sie Herrn Heumos "Es geht letztlich allein um die Routenführung nach der Abkurvung".
Also ist die Vermutung der Bürgerinitiativen richtig gewesen?

*Herr Pelzl, die LVZ kennt doch die Alternativrouten der DFS. Veröffentlichen Sie diese "Alternativrouten". *

*Beispiel 2:
*Ihr Beitrag am14.11 mit der Riesenüberschrift:
*Heumos: Lärmmessdaten liegen im grünen Bereich
*Grüner Bereich bedeutet laut Planfeststellungsbeschluss Nachts max. 42,1 dB am Messpunkt B21 Leipzig-Lützschena (siehe beiliegendes Dokument aus dem Planfeststellungsverfahren). Laut Aufzeichnungen des Deutschen Fluglärmdienstes* liegen diese Werte aktuell bei teilweise über 55dB am diesem Messpunkt B21!!!(siehe beiliegende Messprotokolle). Grüner Bereich???
Warum veröffentlicht Herr Heumos seine Messdaten nicht?

*Herr Pelzl, die LVZ kennt doch die Messdaten. Veröffentlichen Sie die Plan- und Istwerte für das Stadtgebiet Leipzig.*

*Beispiel3:
*Gleicher Artikel
Zu Nutzung der Schubumkehr erklärt Herr Heumos:"Die zwischenzeitliche Überprüfung....hat ergeben... das diese laute Variante zum schnellen Abbremsen von der Flugzeuge nicht über Gebühr eingesetzt wird." Wissen Sie was dieser Satz bedeutet? Das ist Tolerierung von Rechtsbruch. Schubumkehr ist laut PFB und Betriebserlaubnis verboten!!! (Siehe beilegende Betriebserlaubnis/ Pkt.3.2.7 S.8). Verstöße gegen die Betriebserlaubnis sind mit Entzug dieser zu ahnden. Vergleichbar ist dieser Vorgang mit einer 30km/h- Geschwindigkeitsbegrenzung vor einer Schule oder einem Kindergarten. Wenn dort jemand nicht jeden Tag sondern, nur ab und zu mal mit 50 der 100 km/h vorbeifährt ist das (nach Sprachgebrauch von Herrn Heumos) "nicht über Gebühr" und zu tolerieren.

*Herr Pelzl, die LVZ kennt die Rechtsvorschriften (Betriebserlaubnis, PFB,etc.)und Rechtsverstöße. Veröffentlichen Sie diese Rechtsverstöße.

*Der Deutsche Fluglärmdienst ist die derzeit einzige unabhängigen Institution, die den Fluglärm in Leipzig misst.
Bekanntermaßen weigert sich der OBM den Fluglärm messen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Lutz Weickert, Leipzig
Leipzig, November 2008


"Altenburg-Nobitz: Fluggäste bringen Sachsen Millionen"
Vor dem Hintergrund des hoffentlich noch intensiver werdenden Streites über die katastrophale Geschäftspolitik des überdimensionierten und defizitär arbeitenden Personenflughafens Leipzig-Halle hielte ich es für innovativ und fähig, wenn die Geschäftsleitung des Airports diese Flüge vom Nobitzer Acker nach Leipzig-Halle holen würde.
66000 zivile Fluggäste hätten Leipzig-Halle frequentiert - vielleicht sogar mehr ! Stattdessen tut der Flughafen das, was wesentlich einfacher zu bekommen ist: Militärtransporte per Zivilairline und nächtliche Frachtflüge über die Wohnquartiere von Tausenden in der Region hinweg. Die Arroganz der dafür Verantwortlichen Politiker und Wirtschaftskapitäne wird vom Bürger noch abgestraft werden. Die müde und peinlich engagementlose Sitzung des Stadtrates am 17. September zum Thema Flughafen unter der Leitung eines genervten Oberbürgermeisters Jung und die unerträgliche Provinzposse der "Krönung" Malitzkes zum DHL-Chef werden ganz sicher nicht unbeantwortet bleiben.
Die Fraktionen der Parteien im Stadtrat, mit Ausnahme der Grünen und der Fraktion Die Linke, befördern die Verdrossenheit der Bürger geradezu progressiv. Mit diesem Verhalten schaden Sie uns allen !
Axel Schirmer, Markranstädt
© LVZ, Ausgabe Muldental, 27.9.2008:


Testfall, was ein Mensch aushalten kann
Zum Flughafen-Urteil
Jedes Flugzeug weniger am nächtlichen Himmel hilft uns extrem von Fluglärm Betroffenen. So gesehen zeigt der juristische Spagat des Gerichts zwischen Profit-Interessen des Airportbetreibers beziehungsweise politischen Zielen seiner Lobby und dem Schutzbedürfnis einer „Minderheit an der Gesamtbevölkerung“ einen Hauch von Menschlichkeit. Da muss also erst die höchste richterliche Instanz auf Grund der Klage der Fluglärmgegner feststellen, dass das Regierungspräsidium Leipzig die Möglichkeiten des Schutzes der betroffenen Bevölkerung nicht ausgeschöpft hat.
Eine Einschränkung der Nachtflugerlaubnis durch Verbot von Passagier- und Charterflugverkehr sowie nicht eilige Frachtflüge wäre für uns ein kleiner, aber wichtiger Teilerfolg, den es umfassend zu sichern gilt. Sicher werden jetzt Flughafenmanagement und involvierte Politiker die „zwingenden“ Gründe für die nächtliche Abwicklung auch dieser Flüge vortragen, durch geschickte Öffentlichkeitsarbeit die „Minderheit“ der nächtlichen Flugtouristen auf den Plan rufen und erneut die undurchsichtige Arithmetik der Schaffung von Arbeitsplätzen bemühen.>
Der Ortsteil Hohenossig wird durch die bleibende immense Belastung des Nachtschlafs durch den Frachtflugverkehr und durch die enorme Verkehrsdichte besonders von Lkw auf der B 2 mitten durch den Ort zu einem Testfall, was Menschen überhaupt aushalten können.
Karin und Horst Ludewig, 04509 Krostitz/OT Hohenossig
© Leipziger Volkszeitung vom 20. November 2006



  Flughafen: Streit um Urteil
Zu „Richter schränken Nachtflüge ein“ und „DHL siegt und wartet ab“ vom 10. November

Ein rabenschwarzer Tag für die Menschen in der Region Leipzig/Halle. Nun ist es also amtlich: Wirtschaftliche Interessen haben über das Bedürfnis vom Fluglärm Betroffener nach ungestörtem Nachtschlaf gesiegt. Der Weg ist frei für mindestens 30 Jahre uneingeschränkten (Expressfracht-)Nachtfluglärm. DHL darf nachts ohne Einschränkungen fliegen, nur die Passagierflüge sollen eingeschränkt werden. Und das, obwohl die Frachtflugzeuge wesentlich lauter sind als die Passagiermaschinen. Vorerst 50 Frachtflugzeuge der DHL sollen pro Nacht in den Spitzenzeiten zwischen 0.00 Uhr und 1.30 Uhr landen beziehungsweise zwischen 4.00 Uhr und 5.30 Uhr wieder starten. Da fallen die wenigen Passagiermaschinen doch gar nicht mehr ins Gewicht.
Statt über das Urteil des BVG nachzudenken, möchte der Flughafenchef jetzt unbedingt weitere Frachtlogistiker nach Leipzig locken. Die Planfeststellungsbehörde hat den Flughafenbetreiber dazu verpflichtet, die Anwohner des Flughafens vor dem zu erwartenden intensiven nächtlichen Fluglärm zu schützen und ihnen die Nachtruhe zu erhalten. Das soll durch den Einbau von Schallschutzvorrichtungen mit Belüftungseinrichtungen – so genannter passiver Schallschutz – gewährleistet werden. Das heißt im Klartext: Die Anwohner müssen mit geschlossenen Fenstern schlafen und bekommen Lüfter eingebaut, damit sie nicht ersticken!
Immer wieder wird betont, dass der zur Verfügung gestellte Lärmschutz weit über das gesetzliche Maß hinausgeht. Diese Angaben wurden offenbar nie hinterfragt. Es heißt im Endeffekt nichts anderes, als dass die Betroffenen in der so genannten Nachtschutzzone, die eher eine Nachtlärmzone ist, nur einen Lüfter eingebaut bekommen. Für die meisten wird es weder Schallschutzfenster, noch Schalldämmung am Haus oder am Dach geben.
Absolut unverständlich ist auch, dass beim Planfeststellungsverfahren mit veraltetem Kartenmaterial gearbeitet wurde. Dies wurde uns auf direkte Frage beim Regierungspräsidium Leipzig (RP) bestätigt. Wir wohnen in dem Anfang der 90er Jahre neu entstandenen Wohngebiet Rackwitz/Neu-Schladitz. Auf diesen Karten ist dieses seit über zehn Jahren vorhandene Wohngebiet noch als Baufeld ausgewiesen. Zirka 600 betroffene Anwohner existieren somit in der Planung gar nicht. Da kann man natürlich leicht behaupten, die Einflugschneise für die Flugzeuge verläuft über unbewohntem Gebiet.
Weder ein Mitarbeiter des RP oder gar ein Politiker war hier vor Ort und hat sich ein Bild davon gemacht, wie es ist, wenn einem die Flugzeuge in 300 m Höhe Tag und Nacht über den Kopf donnern. Im Gegenteil, direkte Überflüge werden vom Flughafen sogar geleugnet. Man wolle sich die Riesen-Antonows, die Militärtransporter MD11 oder die lauten Passagiermaschinen der LTU mal vor Ort anschauen, geschehen ist dies aber bis heute nicht
Laut einer Studie lernen die Kinder heute hier schon schlechter als in anderen Gebieten. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass die Kinder nachts nicht mehr richtig schlafen können, es verschlechtern sich auch noch ihre Zukunftsaussichten.
Katrin Pohl, 04519 Rackwitz

Ich bin erleichtert, dass der Ausbau des Flughafens zum DHL-Drehkreuz nun endlich gesichert ist. Natürlich kann ich die Bedenken der Altanwohner in der Einflugschneise wegen des nächtlichen Fluglärms nachvollziehen. Wer aber vor zehn Jahren in Hohenossig oder vor sechs Jahren in Radefeld ein Wohngrundstück erworben hat, wusste doch ganz genau, worauf er sich einlässt. Schließlich war seit Anfang der neunziger Jahre der Ausbau des Flughafens beschlossene Sache. Auch wenn damals DHL noch kein Thema war, ist man dafür bei den Passagieren von wesentlich höheren Zahlen ausgegangen, als bisher eingetreten sind. Und ein Nachtflugverbot gab es schon damals nicht.
Dass nun ausgerechnet die Neuanwohner eine solche Stimmung gegen den Flughafen machen, finde ich schon merkwürdig. Ich hoffe nur, dass beim Passagierverkehr keine Einschränkungen kommen, wir würden in Leipzig einen wichtigen Trumpf aus der Hand geben. Es wäre eine hausgemachte Bremse beim Aufschwung Ost
Helmut Kübler, 04329 Leipzig
© Leipziger Volkszeitung vom 15. November 2006



Probleme werden verschwiegen Zu "Alle sind müde und traurig" vom 25. Oktober In dem Artikel ist für mich die Position des Bürgermeisters von Rackwitz, einer Gemeinde, die zum Teil schon jetzt vom Fluglärm sehr betroffen ist und der schrittweise noch erheblich zunehmen wird, unverständlich. Aus seinen Äußerungen entnehme ich, dass der Fluglärm nicht so belastend ist und wird, dass man deswegen auf die Straße gehen muss. Denn es werden ja Arbeitsplätze geschaffen. Manfred Freigang scheint völlig entgangen zu sein, dass es andere Angebote gab, wo es weniger Lärmbetroffene gegeben hätte. Aber wir haben ja Kapitalismus, wo außer dem Profit nichts zählt. Je mehr einer davon profitiert, um so stärker wird er auch in das Horn blasen.
Das Problem Nato und die damit verbundenen Risikofaktoren, auch für die Gemeinde Rackwitz, werden völlig verschwiegen, wie auch die gesundheitlichen Probleme der Menschen. Gleichfalls schwieg er zu den Wertverlusten der Grundstücke und damit zu einer weiteren Abwanderung aus seiner Gemeinde.
Zu den vielen gepriesenen Arbeitsplätzen möchte ich hinzufügen, dass eine Reihe Mitarbeiter des Postpaketdienstes von DHL übernommen wurden. Nach Presseinformationen sollen des Weiteren 1500 bis 2000 Arbeitskräfte aus Brüssel kommen. Über die Arbeitszeiten und ENtlohnung bei der DHL schweigt er gleichfalls, obwohl er entsprechend seiner Funktion einiges wissen müsste. Er sollte sich an ein altes Sprichwort erinnern: "Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat bereits verloren."

Roland Hadrych, 04519 Hohenossig
© Leipziger Volkszeitung vom 14. November 2006


Totschlag-Argument Arbeitsplätze
Zum Leserbrief "DHL-Jobs müssen kommen" vom 26. Oktober
Im Fall des angestrebten Nachtflugverbots sind die Arbeitsplätze immer ein Totschlag-Argument. Wie verhielte sich Herr Waldow, wenn sein Haus in der Nähe der Einflugschneise stehen würde? Würde er auch seine Nachtruhe den vermeintlichen Arbeitsplätzen opfern mit der Gefahr, ernsthaft zu erkranken? Seine Meinung zeugt viel eher von Egoismus. Es fällt auf, dass sich, wenn Menschen von für sie einschneidenden Maßnahmen wie Nachtflüge oder das Wegbaggern von Orten wie Heuersdorf betroffen sind, immer Zeitgenossen finden, die diese noch verunglimpfen mit dem Hinweis auf Arbeitsplätze. Mein Vorschlag: Herr Waldow sollte die Wohnung mit einem der Betroffenen tauschen. So kann er sich am ehesten in dessen prekäre Lage hineinversetzen.
Reiner Herrmann, 04279 Leipzig
© Leipziger Volkszeitung vom 28. Oktober 2006



DHL-Jobs müssen kommen
Zum Thema Nachtflugverbot
Warum muss diese ganze Sache vor Gericht ausgetragen werden? Wollen einige wirklich verhindern, dass perspektivisch bis zu 10 000 Arbeitsplätze entstehen, die die Region gut gebrauchen kann? Geht denn kein Weg rein, über normale Gespräche zwischen den beiden Parteien das Problem zu lösen? Letztendlich geht es doch nur um den Lärmschutz. Und da lässt sich doch eine große Firma, schon aus Imagegründen, bestimmt nicht lumpen.

Aber das ganze Szenario ist typisch für Deutschland. Es gibt immer welche, die was zu ningeln haben. Da soll keine Synagoge in der Nachbarschaft entstehen - es könnten sich ja dort Menschen aufhalten, die sich unterhalten und Feste feiern. Die neue Landebahn darf nicht sein, das neue Frachtdrehkreuz der DHL - ganz böse! Die wollen nachts fliegen.

Das neue System, dass es seit 1990 auch hier gibt, heißt KAPITALismus! Das war doch so gewollt!? Die Nachtflug- gegner sollten den Arbeitslosen, die sich Hoffnung auf einen Job machen, mal erklären, warum sie keinen bekommen, wenn DHL verhindert wird. Aber das wird hoffentlich nicht passieren, wir brauchen diese Plätze. Da müssen die Interessen von Einzelnen zurücktreten hinter die der Gemeinschaft.

Frank Waldow, 04277 Leipzig

© Leipziger Volkszeitung vom 26. Oktober 2006



Die Lage sagt nicht alles
Zum Beitrag "Die Lage sagt nicht alles", LVZ vom 3. Juni:

Ich bin doch sehr verwundert über diesen Artikel. Natürlich haben wir uns im Norden von Leipzig beim Kauf unserer Grundstücke 1993 über eventuelle Baumaßnahmen erkundigt. Da wurde uns aber von keinem Ausbau des Flughafens berichtet. Im Gegenteil, beim Bau der Nordbahn wurde von einem Rückbau der Südbahn gesprochen und nicht von einem Naubau der Südbahn und der Ansiedlung von DHL, der NATO und World Airways ...

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© Leipziger Volkszeitung vom 23. Juni 2006

Salomonisches Urteil
Zu „Grünes Licht für Berliner Super-Airport“ vom 17. März

Der Flughafen Berlin-Schönefeld darf gebaut werden. An einem Standort, der von mehreren beauftragten Ingenieurbüros als völlig ungeeignet eingestuft wurde. Trotzdem wurde seit über zehn Jahren gegen den massiven Protest aus der Bevölkerung nur mit diesem Standort geplant.
Die Politik jubelt und feiert ihren vermeintlichen Sieg über die widerspenstige Bevölkerung. Doch der eigentliche Sieger dürfte der Bürgerverein Berlin-Brandenburg sein. Er hat es durch seinen beharrlichen Kampf David gegen Goliath vor dem Bundesverwaltungsgericht geschafft, neben Einschränkungen und Entschädigungszahlungen auch ein Nachtflugverbot durchzusetzen. Dies wäre alles nicht gekommen, wenn man nicht gegen den einseitigen Planfeststellungsbeschluss geklagt hätte. Die Richter haben ein salomonisches Urteil gefällt. Einerseits darf endlich gebaut werden, aber auch die Interessen der Bevölkerung wurden durch das Nachtflugverbot von 0 Uhr bis 5 Uhr berücksichtigt. Das Bundesverwaltungsgericht hat erkannt, dass uneingeschränkte Nachtflüge der Bevölkerung nicht zugemutet werden können.
Das Urteil dürfte richtungsweisend für den Flughafen Leipzig/Halle sein. Auch hier sind fast 100 000 Menschen in ihrer Existenz bedroht, sollte sich der Flughafen mit seinen uneingeschränkten Nachtflügen mit lauten Frachtmaschinen und den für die Nato fliegenden Antonows 124-100 durchsetzen. Eine Gefährdung der Gesundheit von so vielen Menschen kann von der Politik nicht gewollt sein. Der Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Leipzig sieht die Betroffenheit der Menschen in den Einflugschneisen nur als „Sozialausfluss, der entschädigungslos hinzunehmen ist“. Dies ist keine gerechte Abwägung der Interessen auf beiden Seiten.
Thomas Pohl, 04519 Rackwitz
© Leipziger Volkszeitung vom 22. März 2006



Lärmschutzzone ist unzureichend
Auch die Frachtflugzeuge der DHL landen auf und starten vom Schkeuditzer Flughafen vor allem in den Nachtstunden. In den umliegenden Gemeinden wächst die Kritik wegen der Lärmbelästigung.
Lesen Sie mehr dazu ...

© Leipziger Volkszeitung vom 20. Januar 2006


Was wird der Region noch alles zugemutet ?
       
© Leipziger Volkszeitung vom 19. Dezember 2005



Umweltausschuss sollte öffentlich tagen
       
© Kleine Leipziger Volkszeitung (Raum Delitzsch-Eilenburg) vom 27. Dezember 2004


Fluglärm verwandelt Stadt in Provinzdorf
        © Leipziger Volkszeitung vom 30. November 2004




         © Kleine Leipziger Volkszeitung (Raum Delitzsch-Eilenburg) vom 26. November 2004


Leserbrief zum Artikel „Der Ruhe-Beschluss“ (LVZ vom  5.11.04)
Steinbach-Lüfter sind angesagt

Wahrlich der Titel „Ruhe – Beschluss“ ist gut gewählt. Als als Betroffener der Start- und Landebahn Nord interpretiere das allerdings ein wenig anders. Ruhe soll vermutlich bei den Kritikern und zwar bei den betroffenen Bürgern einkehren. Ich kann nicht glauben, was uns Herr Steinbach verspricht. Einen gesunden Schlafes trotz Frachtflieger-Landungen im Minutentakt. Das ist ein Widerspruch.
DHL sollte nach Leipzig, egal wie. Das war wohl klar. Und so will das Regierungspräsidium und dessen heroischer Präsident eben mal etwas tiefer in die Tasche des Steuerzahlers greifen. Denn zu den ca. 300 Mio. Euro für den Neubau der Landebahn Süd kommen nun noch 60 Millionen Euro für den Lärmschutzkatalog dazu. Zahlen wird das alles der Steuerzahler. Denn der Hauptgesellschafter des Flughafens ist nun mal das Land Sachsen.
Großzügig wurde die Nachtschutzzone auf das Doppelte erweitert. Was für ein gute Tat. Uns in Mutschlena stehen dann offenbar die heilsbringenden Lüfter zu. Endlich ein gesunder Nachtschlaf. Vergesst offene Fenster und frische Luft. Steinbach-Lüfter sind angesagt.
Da fragt man sich als informierter Bürger, warum sich Tausende Menschen am Flughafen Köln-Bonn in ihre Keller zum Schlafen verkriechen, Schlafbunker bauen und seit Jahren gegen den dort ebenfalls vorhandenen 24-Stunden-Flugbetrieb auf die Barrikaden gehen? Kennt man dort etwas keine Lärmschutzfenster oder Lüfter wie hier im Leipziger Regierungspräsidium? Warum haben die Politiker und Bürger in Brüssel genug vom Lärm der lauten und alten DHL–Frachtflieger? Wieso verzichtet man dort auf Tausende Arbeitsplätze - zum Wohle der Gesundheit der Bürger?
Das Regierungspräsidium will uns wohl eher eine Käseglocke übers Hirn setzen. Es hört sich so an, also würden wir 2015 besser schlafen als jetzt, dank Steinbachscher Fensterlüfter. Das Argument, dass ein deutschlandweit einmaliges Lärmschutzkonzept aufgelegt wird, ist lächerlich. Denn wo soll denn in Deutschland demnächst das Fluglärmzentrum Europas entstehen – natürlich im Norden Leipzigs. Man ist schnell Vorreiter, wenn die Konkurrenz fehlt.
Eine gesunde Nachtruhe werde ich und meine Familie hier im Leipziger Norden durch den „Ruhe-Beschluss“ nicht haben. Deshalb werde ich nicht ruhig sein, sondern mich aktiv gegen diese Lärmbedrohung wehren.
Rüdiger Mai, 04509 Mutschlena



DHL-Ansiedlung erhitzt die Gemüter
        © Kleine Leipziger Volkszeitung (Raum Delitzsch-Eilenburg) vom 28. Oktober 2004



Nachtflugchaos - viele ahnen nicht, was der DHL-Umzug bedeutet - Leserbriefe
        © Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 20. Oktober 2004



Wir werden mehrmals in der Nacht geweckt - Leserbriefe
        © Kleine Leipziger Volkszeitung (Raum Delitzsch-Eilenburg) vom 15. Oktober 2004














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